Seit etwa 20 Jahren gibt es sie, die Staubsauger-Roboter, die selbstständig Räume reinigen können. Sie waren die ersten Service-Roboter für den Privathaushalt überhaupt. Die ersten Modelle hatten nur einen Kollisions-Sensor und ansonsten so gut wie keine Elektronik. Sie durchkurvten planlos den Raum und wichen lediglich Hindernissen aller Art aus.

Die neueren Modelle sind wesentlich komplexer. Sie verwenden Ultraschall, Laser oder Infrarot-Licht, verfügen über unterschiedliche Sensoren, können sich im Raum orientieren. Einige von ihnen sind sogar in der Lage Pläne des zu bearbeitenden Raumes zu erstellen und dadurch den Reinigungsvorgang optimaler zu gestalten. Modernste Modelle verfügen auch über Wochenprogramme und können zum Beispiel über Tage hinweg selbstständig arbeiten, den aufgenommenen Staub entladen und ihren Akku an der Ladestation vollautomatisch aufladen.

Was leisten sie aber wirklich im Alltag? Können sie mit den normalen Staubsaugern konkurrieren?

Die Reinigungsleistung von Saugrobotern

Es steht fest, dass ein Saugroboter im Hinblick auf die Saugleistung mit einem guten Bodenstaubsauger nicht konkurrieren kann. Im fehlt es ganz einfach an Saugkraft. Laut aktueller  Testberichte von Stiftung Warentest und RoboterSaugerTests kann selbst der stärkste Roboter nur etwa halb soviel Schmutz aus einem Teppich herausholen, wie ein moderner Bodenstaubsauger. Grobstaub und Mineralstaub stellen ihn auch häufig vor Probleme.

Ein relativ gutes Ergebnis erzielen die Saugroboter dagegen bei glatten Holz-, Stein- und Kunststoffböden. Allerdings schaffen es die zumeist runden Saugroboter häufig auch nicht, die Zimmerecken perfekt zu erreichen. Hier bleibt häufig Staub zurück.

Die Stärken von Saugrobotern

Ein Vergleich der Reinigungsleistung von Saugrobotern und Bodenstaubsaugern muss natürlicherweise auch hinken. Schließlich handelt es sich um sehr unterschiedliche Reinigungssysteme mit völlig unterschiedlichem Ansatz. Wer einen Saugroboter einsetzt will vor allem eines: Arbeitszeit einsparen.

Der kleine flinke Haushaltshelfer soll seine Arbeit tun, während der Hausherr, die Hausfrau anderweitig beschäftigt sind. Der Saugroboter wird deshalb auch nicht für den großen und gründlichen Hausputz eingesetzt, sondern für das Putzen zwischendurch. Man benutzt ihn ständig und deshalb arbeitet er in der Regel auch auf nicht sehr verschmutzten Bodenflächen.

Wer eine grundsätzlich gepflegte und aufgeräumte Wohnung hat, der kann ohne weiteres auch einen Saugroboter einsetzten, um einen sehr sauberen Boden zu bekommen. So sind die Saugroboter nicht Ersatz aber sehr wohl sinnvolle Ergänzung zum Staubsauger.

Die Kosten für Saugroboter und Bodenstaubsauger im Vergleich

Immer noch sind Saugroboter nicht ganz billig. Es gibt zwar heute schon Modelle für ca. 100 Euro, allerdings ist deren Leistung allgemein nur mangelhaft bis höchstens ausreichend. Wer einen wirklich effektiv arbeitenden Saugroboter haben möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Die von Warentest als gut bewerteten Roboter kosteten zwischen 500 und 750 Euro. Gute Bodenstaubsauger kann man dagegen schon für unter 100 Euro bekommen, obwohl die Ferrari unter den Bodensaugern auch schon mal 1000 Euro kosten können.